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Gender Data: Warum sie wichtig sind

Unsere Organisationen werden nicht absichtlich frauenfeindlich gestaltet. Aber manchmal werden Frauen nicht mitgedacht. Vor kurzem war ich mit einer Kollegin bei einem Industriebetrieb, der weitaus mehr Arbeiterinnen als Arbeiter beschäftigt. Dennoch waren die Maschinen auf die männliche Größe genormt und die Anzahl der Waschräume und Toilett-Anlagen war zwischen Frauen und Männern exakt gleich. Was dazu führt, dass Frauen beim Umziehen warten mussten, Männer nicht. In der gleichen Woche wünschte sich eine Bildungseinrichtung mehr Frauen, die sich für Spitzenpositionen bewerben und die anscheinend nicht zu finden sind.

Zwei von vielen Beispielen, wie Frauen anders mitgedacht werden müssten: im beruflichen Alltag, beim Recruitingprozess und beim Ansprechen für Förderung. Dieser „unbeabsichtigten Diskriminierung“ kann man gut entgegenwirken: mit Evidenzen und dem Erheben von Zahlen. Wenn wir anfangen zu fragen: Für wen wurde das entwickelt? Und: Wer wurde vergessen?

Viel Statistik steck in jenen Kennzahlen, die in den Organisationen vorhanden sind: die Verteilung nach Geschlecht in allen Unternehmensbereichen, der Anteil weiblicher Führungskräfte, Beförderungen und Neueinstellungen sowie die Fluktuation nach Geschlecht. Erhebungen, ob sich mehr Männer oder Frauen bewerben, oder wieviel Männer bzw. Frauen Schulungsangebote in welchem Zeitausmaß in Anspruch nehmen, wären meist machbar.

Qualitative Verfahren wie Interviews, Fokusgruppen oder Beobachtungen unterstützen die Analyse von Rollenbildern, Machtstrukturen und Diskriminierungserfahrungen. Dieser Prozess, oft als Gender-Scanning bezeichnet, bindet die Belegschaft aktiv ein.

Daten sind aber nur so gut wie das, was man damit macht: Nach der Datenerhebung braucht es eine sorgfältige Auswertung, um Ungleichheiten sichtbar zu machen. Und die Planung von zielgerichteten Maßnahmen zur Förderung von Gleichstellung und Inklusion. Auf Basis fundierter Zahlen können Verantwortliche andere und tiefere Einblicke in ihre Organisation bekommen und nachhaltig Veränderungen gestalten.

Sodexo – Mehr Erfolg durch Gender-Daten Das Unternehmen Sodexo hatte mit Gender Data Erfolg: Durch kontinuierliches Sammeln und Auswerten von Gender-Daten stieg der Anteil weiblicher Beschäftigter von 17 Prozent auf 55 Prozent. Als Folge konnte Sodexo einen Anstieg des Bruttogewinns um 23 Prozent verzeichnen und das Unternehmensimage verbesserte sich um 5 Prozent. Gender-Daten ermöglichten es Sodexo, gezielt Programme zur Förderung von Frauen zu entwickeln und Fortschritte messbar zu machen.

Wieder im bewährten Online-Format zwischen 8:30 und 9:45 mit Gerhild Deutinger und Martina A. Friedl. Diesmal widmen wir uns dem Thema Führungskultur. Einladung folgt.
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© Alexander Brenn

Sara Piatek

Gute Beratung braucht zunächst eine genaue Diagnose. Sara Piatek verbindet bei impulsbüro. sozialwissenschaftliche Methodik mit dem Blick für organisationale Zusammenhänge: von Kompetenzanalysen über Mitarbeiter*innen-Befragungen bis hin zu ethnographischen Beobachtungen und Situationsanalysen. Mit dieser Basis begleitet sie Beratungsprozesse, Klausuren und Workshops. Als Organisationssoziologin liegt ihr Schwerpunkt auf der internen Kultur und den Beziehungsdynamiken, die Zusammenarbeit und Führung in Organisationen prägen.

Mag.a Eva de Wilde

Heilpädagogin, psychosoziale Beraterin, zertifizierter Life Coach und traumasensible Prozessbegleiterin. Der Schwerpunkt ihrer aktuellen Arbeit liegt in der Begleitung von Frauen in körperlichen, seelischen und persönlichen Veränderungsprozessen. In ihrer Arbeit verbindet sie fachliche Kompetenz mit persönlicher Tiefe und einem feinen Verständnis für die Auswirkungen von biografischen Prägungen und anhaltenden Belastungen im Zusammenhang weiblicher Lebensrealitäten. Bei uns im impulsbüro. begleitet Sie Frauen als einfühlsame Gesprächspartnerin bei beruflichen Übergängen und neuen Lebensabschnitten. Dabei stehen die respektvolle und individuelle Begleitung jeder einzelnen Person im Mittelpunkt.

Mag.a Isabella Hafner

Isabella Hafner begleitet seit 2013 Projekte an der Schnittstelle Mensch, Organisation und technischer Umsetzung. Ihre Erfahrung umfasst die operative Planung internationaler Rollouts ebenso wie die Führung interdisziplinärer Teams in der Softwareentwicklung. Sie verfügt über fundierte Kenntnisse in der Einführung agiler Strukturen und Tools sowie in der Begleitung KI-gestützter Projekte. Sie ist diplomierte Kommunikationstrainerin und Mentaltrainerin.
© Katharina Schiffl

Mag Alois Schrems

Steht für umfassende und systemisch geprägte Strategie- und Prozessberatung. Der Volkswirt bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Industrie, bei Sozialpartnern und in Behörden ein, ist Absolvent der Hochschule St.Gallen / Certified Strategic Management und begleitet Kunden bei Change Management Prozessen, im Redesign von Abläufen und bei der Neuausrichtung ihrer Geschäftstätigkeit. Seine Leidenschaft liegt im Aufbau von CSR-Prozessen.
© Ina Manuguerra

Dr.in Martina A. Friedl

Dr.in Martina A. Friedl ist promovierte Chemikerin, Unternehmensberaterin, zertifizierte Erwachsenenbildnerin und Coach. Zusätzlich absolvierte sie eine Weiterbildung in systemischer Organisationsberatung und ist systemische Psychotherapeutin.
© Anna Fichtner

Sabine Bertassi

Sabine Bertassi hat sich auf die Stimme spezialisiert. Als ausgebildete Sängerin kennt sie alle Facetten der Stimme, aber auch die vielen Anwendungsbereiche außerhalb der Bühne, in der eine gut-sitzende Stimme, professionelles Auftreten und eine kongruente Botschaft entscheidend sind. Sie war jahrelang als Personalentwicklerin und im Tourismus tätig. Im impulsbüro. trainiert sie Führungskräfte bei Auftritten und coacht Kunden, die sich beruflich neu orientieren möchten. Mehr über sie unter www.articolare.at.

Magdalena May, MSc

Ist Arbeits- & Organisationspsychologin. Als Graphic Facilitator glaubt sie vor allem an die Kraft von Bildern und bringt mit Strich und Farbe nicht nur kreative Anregung sondern auch Informationsverdichtung und Struktur. Die ausgebildete Agile Coach begleitet Teamprozesse vor allem mit gruppendynamisch geschultem Blick und Feingefühl. Zudem ist sie in der Forschung tätig und publiziert zu Themen rund um die Arbeit der Zukunft und die Rolle von Technologie & Robotik.
© Manfred Baumann

Gabriele Strodl-Sollak, MA

Kommunikation beginnt, wenn man auf den anderen zugeht. Es gibt wenige Berater, die diese Fähigkeit in gleicher Perfektion ausüben wie Gabriele Strodl-Sollak, die 2006 das Unternehmen Sollak Kommunikationsarchitekten gegründet hat. Zuvor war Gabriele Strodl-Sollak Pressesprecherin bei einem bekannten Unternehmensberater und Consulter einer namhaften PR-Agentur. Spezielle Ausbildung in Diversity Management.
© Katharina Schiffl

Mag.ª Gerhild Deutinger

Gründerin und Geschäftsführerin von impulsbüro.
Es gibt sie, die optimale Kommunikation: mit diesem Ziel hat Gerhild Deutinger 2007 impulsbüro. gegründet. Zuvor war die gebürtige Salzburgerin als Pressesprecherin im regierungsnahen Umfeld und bei Medien tätig. Sie hat im Generali-Konzern mehrere Jahre Medien und Vorstände betreut und als Senior Consulter einer großen Agentur CEOs und Kommunikationsverantwortliche beraten. Spezielle Ausbildungen für systemische Organisationsberatung, Leadership und Kreativitätstechniken. Mehr über Gerhild Deutinger finden Sie hier