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Feed-forward statt Feed-back

Merger concept. Collaboration and teamwork. Characters cooperation and communication for additional development. Idea of successful alliance. Flat vector illustration SSUCv3H4sIAAAAAAAACnRSPW+DMBDdK/U/IM9BxYUEyNihW6XuUYfDHMGKY0f+SFVF+e+1MY48tBv33t2793zcnp+KggxgOCP74hYqX3MhnLEaLFfSw3Sz4hrliNojVUKuut5VOYAjt0pzEDk4gGWzhDN6UDohAnxfSGIsWGfQhO0rxMDi0WtE8CERLR5iXSRiIf2Ep8gnqotAsskY44bAfHDDUAiQqJwhiY/7/hF7c4ZLNOblnUuQ7E/ZdeFDL358pdhwRMl+lmRZYo0CISY+xFZy+raoz/kbgBu5yuJfFQMRGupM6aI54/KYjSk7L/dJY0w5aXWwQJJ/IpS6wOBt74vJa2LCZzDGt48JzxYx/zeoc7ZHKrsEWFXJ6E8WSlq/9h1tqqalbd9VdNevDfHMM/c6i50k5Gt24mMenQcHBNq+R1p15TRs+7KZYChhC03ZbHe0ncZ2olD7h7//AgAA//8DAMN9wCfBAgAA

Mit dem Feed-back-Geben ist das so eine Sache: Entweder kommen Botschaften nur „weichgespült“ an, weil sie mit Lob und Bestätigung aufgeladen wurden. Oder sie werden als Kritik empfunden und manch ein*e Empfänger*in reagiert ablehnend. Falsch aufgesetzte Feed-backs können die Beziehungsebene zwischen Teammitgliedern belasten.

Organisationen und Teams müssen aus meiner Erfahrung schon sehr gut aufeinander eingestimmt sein, damit Feed-backs als ein konstruktives Entwicklungsinstrument funktioniert. Feed-backs brauchen Zeit, Wiederholdung und die Bereitschaft aller, sich auf Rückmeldungen einzulassen. Sie verlangen die Kunst des aktiven Zuhörens und der Reflexionsfähigkeit. Und nicht jede Methode funktioniert in jedem Team: Manche Teams können mit 360 Grad-Feed-backs von mehreren Personen für ein Teammitglied gut umgehen, anderen ist das zu offen und sie schätzen bilaterale Rücksprachen umso mehr. Eine Feed-back-Methode für ein Team namens „Retrospektive“ finden Sie in diesem früheren Artikel von uns.

Die Kritik, die ich (und der Gründer der 360-Grad-Feed-backs Dr. Marshall Goldsmith) an Feed-backs haben: Sie beziehen sich auf das Gewesene und verstärken die Muster der Vergangenheit. Um ins Morgen zu kommen, helfen Feed-forwards, also Empfehlungen an die Zukunft. Voraussetzung dafür ist, dass jedes Teammitglied für sich selbst eine Veränderung definiert hat, die es in den kommenden Monaten erreichen wollen würde. Das Team hilft mit Vorschlägen, diese Veränderung zu erzielen. Mehr Details zur Durchführung über Feed-forwards sehen Sie in einem Video des „Erfinders“ der Methode Marshall Goldsmith hier.

Eine schöne Methode, um Muster aus der Vergangenheit zu durchbrechen und für die Zukunft neue zu entwickeln, hat die deutsche Unternehmensberaterin Claudia Thonet gefunden: Sie nennt sie die „Plus-Plus-Methode“. Dabei geht es um ein Reframing möglicher Kritikpunkte und um das Ansprechen, welches konkrete Verhalten in Zukunft gewünscht ist. Reframing bedeutet „Umdeuten“ – Sie geben dem, was Sie sehen oder was Sie ärgert eine „neuen Rahmen“.

Statt sich über die Sturheit des jungen Mitarbeiters oder über die „Gluckenhaftigkeit“ der längstdienenden Mitarbeiterin zu ärgern, freuen Sie sich über seine Fähigkeit, ausdauernd an Dingen dranzubleiben, und über ihre Motivation, für eine gute Integration aller Teammitglieder zu sorgen.

Das Reframing wird im ersten Teil dieser Rückmeldungs-Methode angewendet und sie geht noch weiter. Im zweiten Teil wird ein Wunsch, „was noch zusätzlich“ relevant wäre, angesprochen. Im Fall unseres fiktiven Mitarbeiters könnte das lauten: „Ich finde Deine Ausdauer im Projekt bewundernswert und diese wünsche ich mir, wenn Du einmal pro Woche die Befindlichkeiten im Team aktiv ansprichst, reflektierst und in Deine Arbeit einbaust.“ Oder im Fall der oben beschriebenen Mitarbeiterin: „Ich bewundere, wie wichtig Dir das Wohlergehen aller ist und bitte Dich um eine Weiterentwicklung dieser Stärke: Wohlergehen heißt auch, dass junge Kolleg*innen eigene Fehler machen dürfen und die Arbeit anders machen als sie bisher gemacht wurden.“

Der erste Teil, also das erste Plus bezieht sich auf eine Stärke des Mitarbeitenden. Der zweite Teil, das Plus-Plus, auf deren künftigen Einsatz.

Wieder im bewährten Online-Format zwischen 8:30 und 9:45 mit Gerhild Deutinger und Martina A. Friedl. Diesmal widmen wir uns dem Thema Führungskultur. Einladung folgt.
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© Alexander Brenn

Sara Piatek

Gute Beratung braucht zunächst eine genaue Diagnose. Sara Piatek verbindet bei impulsbüro. sozialwissenschaftliche Methodik mit dem Blick für organisationale Zusammenhänge: von Kompetenzanalysen über Mitarbeiter*innen-Befragungen bis hin zu ethnographischen Beobachtungen und Situationsanalysen. Mit dieser Basis begleitet sie Beratungsprozesse, Klausuren und Workshops. Als Organisationssoziologin liegt ihr Schwerpunkt auf der internen Kultur und den Beziehungsdynamiken, die Zusammenarbeit und Führung in Organisationen prägen.

Mag.a Eva de Wilde

Heilpädagogin, psychosoziale Beraterin, zertifizierter Life Coach und traumasensible Prozessbegleiterin. Der Schwerpunkt ihrer aktuellen Arbeit liegt in der Begleitung von Frauen in körperlichen, seelischen und persönlichen Veränderungsprozessen. In ihrer Arbeit verbindet sie fachliche Kompetenz mit persönlicher Tiefe und einem feinen Verständnis für die Auswirkungen von biografischen Prägungen und anhaltenden Belastungen im Zusammenhang weiblicher Lebensrealitäten. Bei uns im impulsbüro. begleitet Sie Frauen als einfühlsame Gesprächspartnerin bei beruflichen Übergängen und neuen Lebensabschnitten. Dabei stehen die respektvolle und individuelle Begleitung jeder einzelnen Person im Mittelpunkt.

Mag.a Isabella Hafner

Isabella Hafner begleitet seit 2013 Projekte an der Schnittstelle Mensch, Organisation und technischer Umsetzung. Ihre Erfahrung umfasst die operative Planung internationaler Rollouts ebenso wie die Führung interdisziplinärer Teams in der Softwareentwicklung. Sie verfügt über fundierte Kenntnisse in der Einführung agiler Strukturen und Tools sowie in der Begleitung KI-gestützter Projekte. Sie ist diplomierte Kommunikationstrainerin und Mentaltrainerin.
© Katharina Schiffl

Mag Alois Schrems

Steht für umfassende und systemisch geprägte Strategie- und Prozessberatung. Der Volkswirt bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Industrie, bei Sozialpartnern und in Behörden ein, ist Absolvent der Hochschule St.Gallen / Certified Strategic Management und begleitet Kunden bei Change Management Prozessen, im Redesign von Abläufen und bei der Neuausrichtung ihrer Geschäftstätigkeit. Seine Leidenschaft liegt im Aufbau von CSR-Prozessen.
© Ina Manuguerra

Dr.in Martina A. Friedl

Dr.in Martina A. Friedl ist promovierte Chemikerin, Unternehmensberaterin, zertifizierte Erwachsenenbildnerin und Coach. Zusätzlich absolvierte sie eine Weiterbildung in systemischer Organisationsberatung und ist systemische Psychotherapeutin.
© Anna Fichtner

Sabine Bertassi

Sabine Bertassi hat sich auf die Stimme spezialisiert. Als ausgebildete Sängerin kennt sie alle Facetten der Stimme, aber auch die vielen Anwendungsbereiche außerhalb der Bühne, in der eine gut-sitzende Stimme, professionelles Auftreten und eine kongruente Botschaft entscheidend sind. Sie war jahrelang als Personalentwicklerin und im Tourismus tätig. Im impulsbüro. trainiert sie Führungskräfte bei Auftritten und coacht Kunden, die sich beruflich neu orientieren möchten. Mehr über sie unter www.articolare.at.

Magdalena May, MSc

Ist Arbeits- & Organisationspsychologin. Als Graphic Facilitator glaubt sie vor allem an die Kraft von Bildern und bringt mit Strich und Farbe nicht nur kreative Anregung sondern auch Informationsverdichtung und Struktur. Die ausgebildete Agile Coach begleitet Teamprozesse vor allem mit gruppendynamisch geschultem Blick und Feingefühl. Zudem ist sie in der Forschung tätig und publiziert zu Themen rund um die Arbeit der Zukunft und die Rolle von Technologie & Robotik.
© Manfred Baumann

Gabriele Strodl-Sollak, MA

Kommunikation beginnt, wenn man auf den anderen zugeht. Es gibt wenige Berater, die diese Fähigkeit in gleicher Perfektion ausüben wie Gabriele Strodl-Sollak, die 2006 das Unternehmen Sollak Kommunikationsarchitekten gegründet hat. Zuvor war Gabriele Strodl-Sollak Pressesprecherin bei einem bekannten Unternehmensberater und Consulter einer namhaften PR-Agentur. Spezielle Ausbildung in Diversity Management.
© Katharina Schiffl

Mag.ª Gerhild Deutinger

Gründerin und Geschäftsführerin von impulsbüro.
Es gibt sie, die optimale Kommunikation: mit diesem Ziel hat Gerhild Deutinger 2007 impulsbüro. gegründet. Zuvor war die gebürtige Salzburgerin als Pressesprecherin im regierungsnahen Umfeld und bei Medien tätig. Sie hat im Generali-Konzern mehrere Jahre Medien und Vorstände betreut und als Senior Consulter einer großen Agentur CEOs und Kommunikationsverantwortliche beraten. Spezielle Ausbildungen für systemische Organisationsberatung, Leadership und Kreativitätstechniken. Mehr über Gerhild Deutinger finden Sie hier