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Anleitung fürs Reden

WIE wir reden nicht WAS wir sagen, entscheidet

Im Arbeitsalltag sind es oft nicht die großen Konflikte, die die Team-Beziehungen belasten, sondern die vielen kleinen Missverständnisse, die sich unbemerkt aufbauen. Genau deshalb ist das Gespräch so wichtig: Es kann Differenzen nicht nur sichtbar machen, sondern auch überbrücken. Entscheidend ist allerdings nicht nur, dass wir reden, sondern wie.

Denn Feedback scheitert nicht selten daran, dass es als Bewertung erlebt wird statt als Einladung zum Verstehen. Und auch Feed-forward wirkt nur dann, wenn es nicht als gut gemeinter Ratschlag daherkommt, sondern als klarer, zugewandter Blick nach vorne. Einige Artikel haben wir dazu schon veröffentlicht, etwa zu Feedback in agilen Methoden und zu Feed-forward statt Feed-back.

Wenn die Luft raus muss

Ein hilfreicher Zugang ist das sogenannte Clear the Air Meeting. Das Format stammt aus den neuen Narrativen und ist ein strukturierter Rahmen, um Spannungen im Team offen anzusprechen, bevor sie sich festsetzen. Im Unterschied zu einem klassischen Konfliktgespräch geht es hier nicht darum, sofort Lösungen zu finden oder Schuld zuzuweisen. Es geht zunächst darum, das auszusprechen, was zwischen Menschen steht, und einander wirklich zu hören.

Das Clear the Air Meeting schafft dafür einen geschützten Raum. Eine Person bringt eine Spannung ein, die andere wiederholt zunächst nur das, was sie verstanden hat. Erst wenn sich beide wirklich verstanden fühlen, geht das Gespräch weiter. Diese einfache, aber wirksame Struktur verhindert, dass sich Gespräche sofort in Verteidigung oder Gegenangriff verlieren.

Feedback, das verbindet

Gutes Feedback ist mehr als Rückmeldung zu einer Leistung. Es ist eine Form von Beziehungspflege. Wenn es gelingt, Beobachtung, Wirkung und Wunsch sauber voneinander zu trennen, kann Feedback helfen, Klarheit zu schaffen, ohne Beziehungen zu beschädigen.

Gerade dort, wo Zusammenarbeit eng ist, braucht Feedback einen Rahmen, der Sicherheit gibt. Sonst wird aus einer gut gemeinten Rückmeldung schnell eine Kränkung. Der eigentliche Mehrwert liegt deshalb nicht nur im Inhalt, sondern in der Art des Gesprächs: respektvoll, konkret, zeitnah und auf Augenhöhe. Ein hilfreicher Anschluss dazu ist auch der Beitrag zu Psychologischer Sicherheit, denn offene Rückmeldungen gelingen vor allem dort, wo Menschen sich sicher genug fühlen, sich zu zeigen.

Feed-forward mit Blick nach vorne

Feed-forward erweitert diesen Gedanken. Während Feedback auf Vergangenes blickt, richtet Feed-forward den Fokus auf das, was künftig hilfreich sein könnte. Das macht Gespräche oft leichter, weil sie weniger auf Fehlern als auf Möglichkeiten aufbauen.

Statt zu fragen, was falsch gelaufen ist, wird gefragt: Was würde dir beim nächsten Mal helfen? Was brauchst du, um gut weiterarbeiten zu können? Genau dadurch entsteht ein anderer Ton im Gespräch – einer, der Entwicklung ermöglicht, ohne zu belehren. Besonders hilfreich ist dabei die im Beitrag Feed-forward statt Feed-back beschriebene Haltung: nicht bewerten, sondern Zukunft ermöglichen.

Was Teams stärkt

Ob Clear the Air Meeting, Feedback oder Feed-forward: Allen Formaten ist gemeinsam, dass sie Reden als Werkzeug der Verständigung ernst nehmen. Sie helfen, Unterschiede nicht zu glätten, sondern produktiv zu bearbeiten. Das funktioniert aber nur, wenn Gespräche nicht mit „Recht haben“ verwechselt wird.

Organisationen, die solche Formate pflegen, stärken nicht nur die Kommunikation, sondern auch das Vertrauen. Denn wer erlebt, dass Spannungen angesprochen und Missverständnisse geklärt werden dürfen, wird eher bereit sein, selbst offen zu sprechen. Und genau darin liegt die eigentliche Kulturleistung: Differenzen nicht zu vermeiden, sondern gut mit ihnen umzugehen.

Wieder im bewährten Online-Format zwischen 8:30 und 9:45 mit Gerhild Deutinger und Martina A. Friedl. Diesmal widmen wir uns dem Thema Führungskultur. Einladung folgt.
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© Alexander Brenn

Sara Piatek

Gute Beratung braucht zunächst eine genaue Diagnose. Sara Piatek verbindet bei impulsbüro. sozialwissenschaftliche Methodik mit dem Blick für organisationale Zusammenhänge: von Kompetenzanalysen über Mitarbeiter*innen-Befragungen bis hin zu ethnographischen Beobachtungen und Situationsanalysen. Mit dieser Basis begleitet sie Beratungsprozesse, Klausuren und Workshops. Als Organisationssoziologin liegt ihr Schwerpunkt auf der internen Kultur und den Beziehungsdynamiken, die Zusammenarbeit und Führung in Organisationen prägen.

Mag.a Eva de Wilde

Heilpädagogin, psychosoziale Beraterin, zertifizierter Life Coach und traumasensible Prozessbegleiterin. Der Schwerpunkt ihrer aktuellen Arbeit liegt in der Begleitung von Frauen in körperlichen, seelischen und persönlichen Veränderungsprozessen. In ihrer Arbeit verbindet sie fachliche Kompetenz mit persönlicher Tiefe und einem feinen Verständnis für die Auswirkungen von biografischen Prägungen und anhaltenden Belastungen im Zusammenhang weiblicher Lebensrealitäten. Bei uns im impulsbüro. begleitet Sie Frauen als einfühlsame Gesprächspartnerin bei beruflichen Übergängen und neuen Lebensabschnitten. Dabei stehen die respektvolle und individuelle Begleitung jeder einzelnen Person im Mittelpunkt.

Mag.a Isabella Hafner

Isabella Hafner begleitet seit 2013 Projekte an der Schnittstelle Mensch, Organisation und technischer Umsetzung. Ihre Erfahrung umfasst die operative Planung internationaler Rollouts ebenso wie die Führung interdisziplinärer Teams in der Softwareentwicklung. Sie verfügt über fundierte Kenntnisse in der Einführung agiler Strukturen und Tools sowie in der Begleitung KI-gestützter Projekte. Sie ist diplomierte Kommunikationstrainerin und Mentaltrainerin.
© Katharina Schiffl

Mag Alois Schrems

Steht für umfassende und systemisch geprägte Strategie- und Prozessberatung. Der Volkswirt bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Industrie, bei Sozialpartnern und in Behörden ein, ist Absolvent der Hochschule St.Gallen / Certified Strategic Management und begleitet Kunden bei Change Management Prozessen, im Redesign von Abläufen und bei der Neuausrichtung ihrer Geschäftstätigkeit. Seine Leidenschaft liegt im Aufbau von CSR-Prozessen.
© Ina Manuguerra

Dr.in Martina A. Friedl

Dr.in Martina A. Friedl ist promovierte Chemikerin, Unternehmensberaterin, zertifizierte Erwachsenenbildnerin und Coach. Zusätzlich absolvierte sie eine Weiterbildung in systemischer Organisationsberatung und ist systemische Psychotherapeutin.
© Anna Fichtner

Sabine Bertassi

Sabine Bertassi hat sich auf die Stimme spezialisiert. Als ausgebildete Sängerin kennt sie alle Facetten der Stimme, aber auch die vielen Anwendungsbereiche außerhalb der Bühne, in der eine gut-sitzende Stimme, professionelles Auftreten und eine kongruente Botschaft entscheidend sind. Sie war jahrelang als Personalentwicklerin und im Tourismus tätig. Im impulsbüro. trainiert sie Führungskräfte bei Auftritten und coacht Kunden, die sich beruflich neu orientieren möchten. Mehr über sie unter www.articolare.at.

Magdalena May, MSc

Ist Arbeits- & Organisationspsychologin. Als Graphic Facilitator glaubt sie vor allem an die Kraft von Bildern und bringt mit Strich und Farbe nicht nur kreative Anregung sondern auch Informationsverdichtung und Struktur. Die ausgebildete Agile Coach begleitet Teamprozesse vor allem mit gruppendynamisch geschultem Blick und Feingefühl. Zudem ist sie in der Forschung tätig und publiziert zu Themen rund um die Arbeit der Zukunft und die Rolle von Technologie & Robotik.
© Manfred Baumann

Gabriele Strodl-Sollak, MA

Kommunikation beginnt, wenn man auf den anderen zugeht. Es gibt wenige Berater, die diese Fähigkeit in gleicher Perfektion ausüben wie Gabriele Strodl-Sollak, die 2006 das Unternehmen Sollak Kommunikationsarchitekten gegründet hat. Zuvor war Gabriele Strodl-Sollak Pressesprecherin bei einem bekannten Unternehmensberater und Consulter einer namhaften PR-Agentur. Spezielle Ausbildung in Diversity Management.
© Katharina Schiffl

Mag.ª Gerhild Deutinger

Gründerin und Geschäftsführerin von impulsbüro.
Es gibt sie, die optimale Kommunikation: mit diesem Ziel hat Gerhild Deutinger 2007 impulsbüro. gegründet. Zuvor war die gebürtige Salzburgerin als Pressesprecherin im regierungsnahen Umfeld und bei Medien tätig. Sie hat im Generali-Konzern mehrere Jahre Medien und Vorstände betreut und als Senior Consulter einer großen Agentur CEOs und Kommunikationsverantwortliche beraten. Spezielle Ausbildungen für systemische Organisationsberatung, Leadership und Kreativitätstechniken. Mehr über Gerhild Deutinger finden Sie hier